Soziale Stadt Milbertshofen



Stadtteilentwicklung PDF Drucken
Der Ursprung des Stadtteils Milbertshofen liegt in einem mittelalterlichen Viehgehöft im Bereich der alten St. Georgs-Kirche, wo Anfang des 19. Jahrhunderts eine dörfliche Siedlung entstand.
Im Jahr 1913 wurde die Stadt Milbertshofen mit nahezu 10.000 Einwohnern nach München eingemeindet. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden neben dem Handwerk erste Industriebetriebe, deren Zahl und Größe bis zum 2. Weltkrieg kontinuierlich anstieg. Bis heute sind große Industriebetriebe (v. a. BMW, Knorr Bremse) ein prägendes Element des Stadtteils.

Die Lebensqualität im Stadtteil Milbertshofen war durch folgende Faktoren beeinträchtigt:
  • Hohe Verkehrsbelastung durch zahlreiche Hauptverkehrsstraßen
  • Mangel an nutzbaren öffentlichen Freiflächen
  • Defizite im privaten Wohnumfeld
  • Mangel an Treffpunkten und Räumlichkeiten für Jugendliche und Erwachsene
  • hohe Arbeitslosen- und Armutsdichte
Der Kernbereich des Stadtteils wurde daher 1995 als Sanierungsgebiet förmlich festgelegt und Ziele zur Verbesserung der Gesamtsituation formuliert. Zahlreiche Maßnahmen wurden initiiert und größtenteils durchgeführt.
Das Sanierungsgebiet Milbertshofen liegt zwischen dem Frankfurter Ring und dem Petuelring und zwischen dem Christoph-von-Gluck-Platz und der Riesenfeldstraße.
  Gegen Ende des Jahres 2000 wurde das Sanierungsgebiet in das Programm "Soziale Stadt" mit seinem umfassenden Handlungsansatz aufgenommen. Im vorbereitenden Beschluss "Werkstattbericht Milbertshofen" (1999) sind neben den Konflikten auch die erheblichen Potenziale des Quartiers dargestellt, die einen präventiven Einsatz des Programms erlaubten.
Die Sanierungsziele und -schwerpunkte wurden im Zuge der Aufnahme des Sanierungsgebietes Milbertshofen in das Programm "Soziale Stadt" dem integrierten Handlungskonzept entsprechend um zusätzliche Aspekte - vor allem den der Bürgerbeteiligung - erweitert.
Gemäß Stadtratsauftrag endete die aktive Phase des Programmeinsatzes Ende 2004. Ab 2005 wurden die Aktivitäten und die Organisationsstruktur im Sinne der Verstetigung an die örtlichen Akteure übergeben. Die Sanierungssatzung wird voraussichtlich 2008 aufgehoben.