Soziale Stadt Berg am Laim / Ramersdorf

DURCHGEFÜHRTE SANIERUNG

Milbertshofen
Hasenbergl



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Das Sanierungsgebiet "Innsbrucker Ring / Baumkirchner Straße" liegt in den Stadtbezirken 14 Berg am Laim und 16 Ramersdorf - Perlach und ist geprägt von dichter Geschosswohnungsbebauung aus der Zwischen- und Nachkriegszeit. Diese geht an verschiedenen Stellen in eine Einfamilienhausbebauung über. Das Gebiet schließt auch die beiden ehemaligen Dorfkerne von Berg am Laim und Ramersdorf mit ein. Der Mittlere Ring durchzieht das Gebiet in Nord-Süd-Richtung und entfaltet eine starke Trennwirkung.




  Statistische Daten zum Sanierungsgebiet:
Gesamtfläche Sanierungsgebiet ca. 207,4 ha
Einwohner gesamt 23897
Einwohner weiblich
(absolut)
12149
Einwohner weiblich
(Prozent)
50,8 %
Einwohner männlich (absolut) 11748
Einwohner männlich (Prozent) 49,2 %
Informationen zum Stadtbezirk
Berg am Laim


Berg am Laim, im Münchner Osten, ist sowohl flächen- als auch bevölkerungsmäßig einer der kleineren Stadtbezirke. Er liegt eingebettet zwischen Haidhausen (im Westen) und Trudering (im Osten) bzw. Bogenhausen (im Norden) und Ramersdorf (im Süden). Der Name weist auf die natürliche Beschaffenheit dieses Gebietes hin, das auf einer Löß-Lehmzunge liegt. In früheren Zeiten waren dort zahlreiche Ziegeleien ansässig, in deren Umfeld die dort beschäftigten Arbeiter und ihre Familien wohnten.

Der ehemalige Kern des 1913 eingemeindeten Dorfes wurde durch den Bau der Kreiller- / Berg-am-Laim-Straße fast gänzlich zerstört. Unter den Restbeständen dörflicher Substanz ragt die baukünstlerisch bedeutsame St.-Michaels-Kirche (erbaut 1737-1751 von Johann Michael Fischer) heraus.

Die Siedlungsentwicklung im Bereich des alten Dorfkerns war in ihren Anfängen stark von der Eisenbahn beeinflusst. Östlich des Ostbahnhofs und entlang der Gleisanlagen nach Trudering entstanden vor dem Ersten Weltkrieg, aber hauptsächlich in der Zwischenkriegszeit, zahlreiche Eisenbahnersiedlungen. Die nach dem Zweiten Weltkrieg noch freien, landwirtschaftlich genutzten Flächen zwischen St.-Veit-Straße und Ostbahnhof wurden zu einem der größten Siedlungsgebiete des sozialen Wohnungsbaus in München. Östlich davon überwiegt heute noch Einfamilienhausbebauung.

Die Arbeitsplätze konzentrieren sich auf vorwiegend mittelständische Industrie- und Gewerbebetriebe, die entlang des Bahnkörpers zwischen Ostbahnhof und Trudering angesiedelt sind. Die im Berufsleben Stehenden prägen die altersmäßige Zusammensetzung der Bezirksbevölkerung. Der Anteil der Arbeiterschaft, die in früheren Zeiten hier stark vertreten war, ist rückläufig. Familienhaushalte prägen die Haushaltsstruktur im Stadtbezirk. Gut ein Viertel der Bezirksbewohnerinnen und –bewohner besitzt eine ausländische Staatsangehörigkeit.

Quelle: Statistisches Taschenbuch 2006 – München und seine Stadtbezirke

  Informationen zum Stadtbezirk
Ramersdorf - Perlach


Der 16. Stadtbezirk liegt im Süd-Osten von München und erstreckt sich vom Ostbahnhof bis zur Stadtgrenze. Mit über 100 000 Einwohnern hat er bereits Großstadtdimensionen erreicht. Zu den Siedlungsbereichen des Stadtbezirks zählen neben Ramersdorf und Perlach noch die Entlastungsstadt Neuperlach und die Koloniesiedlung Waldperlach. Ramersdorf wurde bereits 1864 in die Stadtgemeinde integriert. Sein ehemaliger dörflicher Ortsmittelpunkt um die Wallfahrtskirche Maria Ramersdorf ist heute durch den Mittleren Ring und die Zufahrt zur Autobahn Salzburg von den umliegenden Wohngebieten abgetrennt. Die Einfamilienhausbebauung im südlichen Teil von Ramersdorf geht nach Norden zu in dichtere Geschossbebauung über, mit zahlreichen genossenschaftlichen Wohnanlagen im Umfeld der Rosenheimer Straße.

Das Erscheinungsbild Perlachs war bis in die 60er Jahre hinein noch von seinem dörflichen Charakter geprägt. Die giebelständigen, ehemaligen Bauernhäuser des einstigen Straßendorfes rund um den Pfanzeltplatz zeugen heute noch davon. Während sich die Neubautätigkeit im Altdorf an der vorhandenen Bebauung orientierte, ermöglichten die umfangreichen Flächenreserven auf der Perlacher Flur, früher landwirtschaftliche Nutzflächen, die Errichtung der Entlastungsstadt Neuperlach. Nach dem ersten Spatenstich 1967 entstanden hier im Verlauf von 25 Jahren in sieben Bauabschnitten 22 700 Wohnungen (darunter 46 % öffentlich gefördert) für rund 55 000 Einwohner mit den erforderlichen Gemeinbedarfseinrichtungen, mehreren kleineren Einkaufzentren und einem großen Einkaufs- und Dienstleistungszentrum (PEP - Perlacher Einkaufspassagen). Ein neu geschaffenes Straßensystem sowie Bahnhöfe der S- und U-Bahn verbinden Neuperlach sowohl mit dem Stadtzentrum als auch mit der Region. Mit dem Ostpark und dem Perlach-Park sind insbesondere für die Bewohner der Entlastungsstadt Erholungs- und Freizeitflächen geschaffen worden. Entsprechend seiner Größe sind im Stadtbezirk ein hoher Arbeitsplatzbesatz und breite Sozialschichten anzutreffen. Gemessen am gesamtstädtischen Durchschnitt sind Familienhaushalte mit Kindern überrepräsentiert. Folglich wird auch die Altersverteilung im Bezirk stark von jüngeren und mittleren Altersjahrgängen geprägt. Der Ausländeranteil liegt über dem Gesamtstadtniveau, wobei im Bereich der Entlastungsstadt Neuperlach dieser Anteil an entsprechende Spitzenwerte im Stadtgebiet heranreicht.

Quelle: Statistisches Taschenbuch 2006 – München und seine Stadtbezirke