Soziale Stadt Berg am Laim / Ramersdorf

DURCHGEFÜHRTE SANIERUNG

Milbertshofen
Hasenbergl



Strategien und Ziele PDF Drucken
Abgeleitet von der Gesamtstrategie für ein quartiersbezogenes integriertes Handlungskonzept und den Leitlinien und Zielen der Stadtentwicklung in Anlehnung an die Perspektive München wurden im Stadtratsbeschluss zur förmlichen Festlegung der Sanierungsgebiete am Mittleren Ring Südost vom 06.07. und 06.10.2005 sowie im Beschluss zur Erweiterung des Gebietes vom 14.03.2007 allgemeine Sanierungsziele für das Sanierungsgebiet "Innsbrucker Ring / Baumkirchner Straße" (ehem. Sanierungsgebiet "Innsbrucker Ring – westlich") formuliert. Dabei wurden auch die Ergebnisse der vorbereitenden Untersuchungen, die Anregungen aus der Beteiligung der Betroffenen und der öffentlichen Aufgabenträger sowie die thematische Gewichtung der betroffenen Bezirksausschüsse berücksichtigt und gegeneinander sowie untereinander abgewogen.
Im Zuge der erforderlichen Fortschreibung des integrierten Handlungskonzeptes im Verlauf der Sanierung müssen diese Ziele fortlaufend konkretisiert und auf die genauen Bedarfe und Handlungsmöglichkeiten im Quartier abgestimmt werden.
Die Erfahrung aus bestehenden Sanierungsgebieten der Sozialen Stadt hat gezeigt, dass zu einem möglichst frühen Zeitpunkt Maßnahmen und Projekte initiiert werden sollten, die Verbesserungen in möglichst vielen Handlungsfeldern eröffnen und die Möglichkeit bieten, Sanierungsbetroffene und örtliche Akteure konkret einzubinden bzw. Anregungen für weitergehendes Engagement im Sinne des Empowerments geben können (Best-Practice-Beispiele).
  Aufbauend auf den allgemeinen Sanierungszielen wurden thematische Schwerpunkte und Projektvorschläge in den Bereichen Wohnen, Grünes Netz & Verantwortung, Zusammenleben, Lokale Ökonomie, Schule als Ansatzpunkt und Sport entwickelt.
Diese sollen in der weiteren Konkretisierung zu Maßnahmen und Projekten führen. Sie scheinen geeignet, den vorhandenen städtebaulichen und sonstigen Missständen und ihren negativen Folgen entgegenzuwirken. Allgemeines Ziel ist, die Lebenssituation der Menschen in den betroffenen Quartieren zu verbessern und den Bedürfnissen wirtschaftlich und sozial benachteiligter Menschen zu entsprechen. Die vorgeschlagenen ersten Maßnahmen sollen auf die vielschichtigen Anforderungen reagieren und durch Bündelung von Ressourcen umgesetzt werden. Darüber hinaus ist die Verfügbarkeit der jeweiligen Flächen, die Mitwirkungsbereitschaft der jeweils betroffenen Akteure sowie die Schwerpunktsetzung durch die Bezirksausschüsse zu berücksichtigen.


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Allgemeine Sanierungsziele laut Stadtratsbeschluss vom 06.07. und 06.10.2005:

Wohnen, Wohnumfeld, Lärmschutz
  • Sicherung gesunder Wohnverhältnisse, Erhöhung der Wohnqualität durch bauliche und grünplanerische Maßnahmen
  • Sicherung von preiswertem Wohnraum und Angebot an alternativen Wohnformen
  • Lärmschutz für Wohnungen und für private Freiräume am Mittleren Ring und weit. Hauptstraßen
  • Neuordnung des ruhenden Verkehrs in Wohngebieten
  • Stärkung von Nachbarschaften und Stabilisierung der Bewohnerstruktur
  • ortsbezogene Modifikation des bestehenden Wohnumfeldprogramms
Öffentlicher Raum und öffentliches Grün
  • Ergänzung / Aufwertung / Vernetzung von Grün- und Freiflächen, Aufwertung öffentlicher Raum
  • Verbesserung Aufenthaltsqualität, Lärmschutz, Nutzungsangebote für alle Altersgruppen
  • Verbesserung Fuß- und Radwegenetz
  • Verbesserung Querungsmöglichkeiten am Mittleren Ring und anderen Hauptverkehrsstraßen
Stadtgestalt, Stadtstruktur und Verkehr
  • Schaffung von Orientierungspunkten im Quartier, Entwicklung einer Stadtteilidentität
  • Neuordnung ruh. Verkehr allgemein, sonst. verkehrlicher Maßnahmen
  • Gestalterische Aufwertung des Mittleren Rings
  • Verbesserung Erreichbarkeit Einzelhandelsstandorte und Gemeinbedarfseinrichtungen
Zentrenstruktur und Nahversorgung
  • Erhalt / Ergänzung der kleinteiligen Einzelhandelsstandorte
  • Stärkung Nahbereichszentrum "Karl-Preis-Platz" und arrondierende Ergänzung des Einzelhandels im Ortskern Ramersdorf
  • Stärkung des Standortes Berg am Laim / Baumkirchner Straße
  Soziale Infrastruktur, Gesundheit
  • Verbesserung der Lebenssituation sozial und wirtschaftlich sowie auf sonstige Weise benachteiligter Menschen
  • Verbesserung der Betreuungssituation von Kindern
  • Verbesserung der Lebenssituation von Senioren: altengerechtes Wohnen einschließlich eines entsprechenden Beratungs- und Betreuungsangebotes, Barrierefreiheit im Stadtteil
  • spezielle Angebote z. B. zu Themen wie Gesundheit, Umwelt etc.
  • Angebote speziell für Jugendliche im Stadtteil
Bildung und Freizeit
  • Verbesserung der Bildungseinrichtungen und -angebote sowie der Angebote im Bereich Gesundheit, Umwelt, Kultur etc.
  • Qualifizierung der Bildungseinrichtungen und der Bildungsangebote im Stadtteil
  • Verbesserung von Freizeitangeboten
Zusammenleben im Stadtteil, Stadtteilkultur, Bürgermitwirkung
  • Stärkung des Zusammenlebens unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen und Kulturen
  • Stärkung der Stadtteilidentität und des Stadtteillebens
  • Stärkung der Verantwortung für den öff. Raum (Patenschaften, Ramadama etc.)
  • Verbesserung des Images (Außen- / Innenwahrnehmung)
  • Beteiligung der Betroffenen, Mitwirkung
  • Schaffung von Treffpunkten (privat / öffentlich, kommerziell / nicht kommerziell)
Arbeitsmarkt und Beschäftigungssituation
  • Stärkung der lokal verankerten Ökonomie
  • Verringerung der Jugendarbeitslosigkeit
  • Verbesserung der Beschäftigungssituation insbes. für benachteiligte Bevölkerungsgruppen


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Thematische Schwerpunkte laut Stadtratsbeschluss vom 06.07.2005 und 06.10.2005:

Schwerpunkt "Wohnen"
  • Zusammenarbeit mit Wohnungsbaugesellschaften (ergänzende Bebauung bis zu 250 WE)
  • Stabilisierung der Bewohnerstruktur   z. B. durch qualifizierte Belegung (Siedlung Piusplatz)
  • Umwandlung der Unterkunftsanlagen Gotteszeller Straße in Mietwohnungen
  • Beschäftigungsmaßnahmen (BSI)
  • Umsetzung von Maßnahmen aus dem Luftreinhalteplan München und Lärmminderungsplan (Innsbrucker Ring)
  • Förderprogramm Energieeinsparung
Schwerpunkt "Grünes Netz & Verantwortung"
  • Aufwertung von Querungen am Mittleren Ring mit Anknüpfung der Nachbarschaften (Innsbrucker Ring / Altöttinger Straße)
  • Verbesserung Fuß- / Radwegenetz
  • Aufwertung Grün- / Freiflächen, Spielplätze und Angebote Kinder, Jugendliche, Erwachsene (Piusplatz, Kirchseeoner Str., Rupertigaustraße, Echardinger Anger)
Schwerpunkt "Zusammenleben"
  • Umbau Trambahnhäuschen Rosenheimer Straße
  • Stadtteil- Gesundheitsförderung, Gesundheitsberichterstattung, Agenda 21 sowie stadtteilbezogene Gesundheitsförderung (MAGs)
  • Projekte im Rahmen der Programme APUG und LOS, u. a. umweltbezogene Gesundheitsprojekte, Maßnahmen zur Vorbeugung von Kinderunfällen, mobiler Kindertreff am Piusplatz etc.
  Schwerpunkt "Lokale Ökonomie"
  • Aufwertung Bereich "Karl-Preis-Platz / Rosenheimer Straße", mit angrenzenden Nutzungen, Konzeptentwicklung und Umsetzung
  • Stärkung Gewerbe, Gewerbeverbund
  • Gewinnung Ausbildungsstellen bei Betrieben mit ausländischen Inhabern MOVA
  • Betriebsmentor für "2. Wahl- Auszubildende"
Schwerpunkt "Schule als Ansatzpunkt"

Führichschule
  • Lärmschutz Schulgelände / Sportplatz, Neugestaltung / Öffnung
  • Mehrzweckraum
  • pädagogische Projekte
Ludwig-Thoma-Realschule
  • Lärmschutz Schulgelände
  • Kooperation Schule – Betrieb (Lehrstellenakquise, Praktika, Schulentwicklung)
  • Projekte auch in Zusammenarbeit Schule/Schulsozialarbeit/Jugendhilfe
  • Kooperation Schule – Betriebe (Lehrstellenakquise, Praktika, Schulentwicklung)
  • Projekt im Rahmen von LOS
Schwerpunkt "Sport"
  • spezielle Sportangebote für Mädchen und Jungen


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